Die Bachstelze – Motacilla alba

Die Bachstelze – Motacilla alba

3. Juni 2018 0 Von Conny Keule

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Die Bachstelze Motacilla alba kennt jeder. Sie lebt an Gewässern und begleitet uns den ein oder anderen Tag auf der Flur. Fliegt ein Stück vor, wartet und fliegt wieder ein Stück weiter.

Sie gehört zur Gattung der Stelzen (Motacilla) und der Familie der Stelzen und Pieper (Motacillidae). Ihr Gewicht beträgt etwa 4 Gramm.

Die Bachstelze auf Libellenjagd

Die Bachstelze ist eine hervorragende Jägerin. Wenn die ersten Libellen ihre Flügel ausbreiten und sich bereit machen auf die kommende Paarungszeit, ist die Jagdzeit der Bachstelze eröffnet. Im Flug fängt sie eine der Libellen, bringt sie in ihrem Schnabel zum nächsten Stein, der aus dem Wasser ragt und schlägt sie solange auf den Untergrund, bis sie für die Bachstelze essbereit ist. Auch die Bachstelze hat Nachwuchs und muss zusehen, dass die Kleinen satt werden. Von daher ist so eine Libelle ein willkommener Happen.

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Vorkommen und Verbreitung der Bachstelze

Die Bachstelze ist ein europäischer Vogel, der sich auch in Island ausbreitet und auch in Teilen Asiens zu finden ist. Von März bis Oktober hält sie sich bei uns in Deutschland bzw. Europa auf, die Wintermonate verbringt sie in nahe liegenden, wärmeren Ländern im Mittelmeerraum und auch in Nordafrika. Alle Bachstelzen, die in den südlich gelegenen europäischen Ländern wohnen, brüten auch dort.

Brut der Bachstelze

Wenn der Frühling hereinbricht und die Vögel sich paaren und ihre 5-7 Eier legen, werden diese etwa 14 Tage lang bebrütet und die Jungvögel weitere 2 Wochen gefüttert, wonach sie schließlich flügge werden und ihr Leben selbst in den Flügel nehmen müssen.

Nahrung – das fressen Bachstelzen

Neben den leckeren Libellen, die Bachstelzen wirklich gerne fangen – anscheinend ist das für die Vögel eine Delikatesse – frisst die Bachstelze Insekten, Spinnen, Larven, ab und an mal eine Ameise ggf. auch Würmer. Sogar Flohkrebse und kleine Fischchen gehören zu ihrer Beute. Wie schon beschrieben ist sie eine 1 A Jägerin und man sieht sie oft mit flugfähigen Insekten im Schnabel.

Nestbau

Ihre Nester – Das Weibchen ist alleinige Erbauerin dieser Kunstwerke – kann man an vielen unterschiedlichen Nischen finden, nicht nur im Baumhöhlen, sondern auch in Wiesen, in Bauernscheunen, und Mauerspalten. Sie ist also eine Architektin, der es leicht fällt die unterschiedlichen Bauplatzangebote auszunutzen – Hauptsache es ist gut versteckt.

Feinde

Gut versteckt, denn auch die Bachstelze ist nicht nur Jägerin, sondern auch Gejagte! Ihr Hauptfeind ist der Baumfalke, aber auch Nachbars Katze und das Wiesel werden ihr gefährlich, besonders ihren Nestern…einer unserer bekannten Raubvögel ist auch die Elster, die schon oft bei der Jagd auf Singvögel beobachtet werden konnte, sowie Sperber und krähenartige.

Wir als Menschen können uns das gar nicht vorstellen, was es bedeutet Tier in der freien Natur zu sein. Es ist täglicher Kampf ums Überleben – sei es im Finden von Nahrung oder im Entkommen vor den Feinden. Aber als Menschen haben wir diesen Kampf ja auch tagtäglich, er läuft nur auf einer anderen Ebene ab! Wir können, das, was uns innewohnt jedoch live in der Natur beobachten und daraus lernen – emotional und energetisch – nur dazu müssen wir unsere feinstoffliche Sichtstärke verbessern und diese Welt der Emotionen und Energetik erst einmal kennen lernen.

Weitere verwandte Arten der Bachstelze

Außer der „gewöhnlichen“ Bachstelze, wie wir sie von der Optik her kennen, gibt es noch die Gebirgsbachstelze, dich ich auch schon live entdecken durfte. 

(Foto: Horst Bertzky)

Des weiteren lebt, meist in England, die Trauerbachstelze, mit einem schwarzen „Gewand“, also mit schwarzgefärbtem Gefieder am Rücken.

Die Lebensdauer dieser wunderschönen Tiere beträgt etwa 8-10 Jahre.

Es gibt so viel Schönes zu entdecken, schalte doch jetzt gleich deinen Computer aus und geh raus in die Natur! <3

Liebe Grüße, Deine Conny Keule